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CBD Öl für Tiere: Studien, Unterschiede und Sicherheit

2. Dez. 2023
3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 20. Okt.

Collage mit Hund, Katze, Pferd und einer Ölflasche
Illustrative Collage zu CBD und Tieren; sie belegt keine Eignung eines Produkts für eine Tierart.

CBD Öl für Tiere wird häufig mit großen Erwartungen verbunden. Doch Hunde, Katzen und Pferde sind keine austauschbaren Versuchspersonen – und ein Produkt für Menschen ist nicht automatisch für Tiere geeignet. Wer sich über Cannabidiol bei Tieren informieren möchte, sollte deshalb Forschung, Verträglichkeit und die konkrete Zusammensetzung getrennt betrachten.

Was Studien zu CBD bei Hunden untersuchen

Eine randomisierte, verblindete Crossover-Studie von Gamble und Kollegen aus dem Jahr 2018 untersuchte ein bestimmtes CBD-haltiges Öl bei Hunden mit Arthrose. Die Autoren berichteten Verbesserungen bestimmter bewerteter Schmerz- und Aktivitätsparameter. Zugleich beobachteten sie einen Anstieg der alkalischen Phosphatase, eines Laborwertes. Zur Originalstudie mit arthrotischen Hunden.

Solche Ergebnisse sind ein Forschungsbeitrag, keine allgemeine Zusage zur Wirksamkeit. Die Untersuchung bezog sich auf eine bestimmte Erkrankung, ein bestimmtes Präparat und einen begrenzten Zeitraum. Sie beantwortet nicht, ob jedes CBD-Öl bei jedem Hund sicher oder hilfreich ist. Auch ein veränderter Laborwert sollte weder verschwiegen noch ohne weitere Prüfung mit einem bestimmten Organschaden gleichgesetzt werden.

Warum CBD bei Katzen nicht einfach wie bei Hunden bewertet wird

Deabold und Kollegen untersuchten 2019 Aufnahme und vorläufige Sicherheit eines CBD-reichen Hanfpräparats bei gesunden Hunden und Katzen. Die gemessenen Blutkonzentrationen und beobachteten Reaktionen unterschieden sich zwischen den Tierarten. Bei Katzen beschrieben die Autoren unter anderem vermehrtes Lecken und Kopfschütteln während der Verabreichung. Zur Untersuchung an gesunden Hunden und Katzen.

Eine solche Verträglichkeitsuntersuchung ist keine Wirksamkeitsstudie bei kranken Katzen. Umgekehrt lässt sich ein Ergebnis bei Hunden nicht einfach auf Katzen, Pferde oder andere Tierarten übertragen. Tierart, Gesundheitszustand, Begleitmedikation und Formulierung gehören zur konkreten tierärztlichen Bewertung.

CBD ist nicht dasselbe wie Hanfsamenöl

Beim Lesen einer Produktbezeichnung sollte zuerst klar sein, welcher Bestandteil gemeint ist. Die Namen „Hanföl“ und „CBD-Öl“ werden im Alltag häufig vermischt. Eine Bezeichnung allein sagt jedoch nicht, welche Cannabinoide in welcher Menge nachgewiesen wurden oder welche weiteren Inhaltsstoffe enthalten sind.

Für die Beurteilung ist die vollständige Zutatenliste wichtiger als ein Pflanzenmotiv auf dem Etikett. Auch die Aussage „natürlich“ ersetzt keine Prüfung der Eignung für ein bestimmtes Tier. Ein Analysebericht kann die Zusammensetzung einer untersuchten Charge beschreiben; er ist kein tiermedizinischer Wirksamkeitsnachweis.

Humanprodukte nicht ungeprüft für Tiere verwenden

Ob ein CBD-Öl für ein Tier geeignet ist, lässt sich weder aus seiner CBD-Konzentration noch allein aus einem niedrigen THC-Wert ableiten. Trägerstoffe, weitere Cannabinoide, Zusätze und die vorgesehene Produktverwendung müssen ebenfalls geprüft werden.

Dieser Beitrag gibt deshalb keine Empfehlung, ein Parmorcan®-Produkt einem Tier zu verabreichen. Er enthält auch keine Tropfenmengen, Gewichtstabellen oder Anwendungspläne. Die Auswahl eines Präparats und eine mögliche Behandlung gehören in die Tierarztpraxis.

Welche Informationen für die Tierarztpraxis hilfreich sind

Wenn Sie CBD ansprechen möchten, legen Sie möglichst diese Angaben vor:

  • Tierart, Alter, Gewicht und bekannte Erkrankungen,

  • aktuelle Medikamente und andere Ergänzungsprodukte,

  • genaue Produktbezeichnung und vollständige Zutatenliste,

  • Cannabinoidangaben sowie einen vorhandenen chargenbezogenen Analysebericht,

  • konkrete Beschwerden und bisherige Untersuchungen.

So lässt sich über eine nachvollziehbare Ausgangslage sprechen, statt über ein allgemeines Werbeversprechen. Bei akuten Beschwerden oder nach einer unerwünschten Reaktion sollten Sie umgehend tierärztlichen Rat einholen und die Verpackung bereithalten.

Was Behördenhinweise aussagen – und was nicht

Die US-Arzneimittelbehörde FDA weist in ihren Fragen zu Cannabis und CBD darauf hin, dass sie Cannabisprodukte für Tiere nicht zugelassen hat und ihre Sicherheit nicht zusichern kann. Diese Aussage betrifft den US-Zulassungskontext. Sie ist keine pauschale Darstellung der Rechtslage sämtlicher Produkte in Deutschland oder der EU.

Für die begrifflichen Grundlagen lesen Sie Was ist CBD?. Der Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine tierärztliche Untersuchung oder Behandlung.

Quellen und weiterführende Belege

Die folgenden Quellen sind bereits im Text verlinkt. Die deutschen Kurzbeschreibungen dienen der Orientierung; Originaltitel und bibliografische Angaben finden Sie in der verlinkten Veröffentlichung.

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