Verapamil
Für die informierte Rücksprache mit Arztpraxis oder Apotheke. Diese Informationssammlung ist kein klinisch validierter Wechselwirkungscheck. Fehlende Daten bedeuten keine Entwarnung. Ändern oder beenden Sie verschriebene Medikamente nicht aufgrund dieser Angaben. Die Ergebnisse gelten für die jeweils untersuchten Bedingungen; Labor- und Tierstudien lassen sich nicht unmittelbar auf Menschen übertragen.
Wirkstoff: Verapamil
Handelsnamen-Beispiele: Isoptin [DE]
ATC-Code: C08DA01
Hauptanwendung (Orientierung): Hypertonie; Arrhythmien
Dokumentierte Recherche-Zusammenfassung
Keine gesicherte klinische CBD-/THC-Verapamil-DDI. CBD hemmte verapamilstimulierte P-gp-ATPase in vitro (IC50 39,6 µM); das ist kein Verapamil-PK-Versuch. THC antagonisierte die Verapamil-Vasorelaxation in isolierten Rattengefäßen nicht. Ein VT-Fall besserte sich unter Verapamil UND Cannabisbeendigung, daher keine nachgewiesene Komedikationsinteraktion. Synthetische Agonisten/Endocannabinoidmodulatoren in Zell-/Tiermodellen getrennt von THC/CBD.
Unsicherheiten und Grenzen
Mikromolare Zellkonzentrationen nicht als klinische Exposition interpretieren. Kein humaner PK-Effekt belegt; historischer Volltextzugriff offen.
Separat erfasste Befunde
2 separat erfasste Befunde. Jede Angabe gilt für ihren dokumentierten Studienkontext.
CBD – Labor- und Tierstudien
Befundkennung: B0169
Ergebnisart: präklinischer Mechanismus
Beobachtung: CBD hemmte verapamilstimulierte ATPase-Aktivität konzentrationsabhängig, IC50 39,6 µM; andere untersuchte Cannabinoide ohne nennenswerte Hemmung dieses Endpunkts.
Mechanismus: P-gp-ATPase-Hemmung im Labor
Studienart: Transporter-/ATPase-Assay
Untersuchter Kontext: Zhu2006; THC, THC-COOH, CBN, CBD getestet.
Klinische Einordnung: kein gemessener Verapamil-PK-Effekt
Grenzen und Unsicherheiten: ATPase-Stimulation ist keine klinische Verapamil-Clearance; keine Patientendosis-Vorhersage.
Originalquellen dieses Befunds: Characterization of P-glycoprotein inhibition by major cannabinoids from marijuana [ME05]
THC – Labor- und Tierstudien
Befundkennung: B0170
Ergebnisart: präklinischer Null-/Gegenbefund
Beobachtung: THC antagonisierte die durch Verapamil ausgelöste Vasorelaxation in untersuchten Rattengefäßen nicht.
Mechanismus: Isolierte vaskuläre PD
Studienart: Isolierte Ratten-Mesenterialgefäße
Untersuchter Kontext: O'Sullivan 2005; THC 1/10 µM im antagonistischen Vergleich.
Klinische Einordnung: nicht auf Kreislaufsicherheit beim Menschen übertragbar
Grenzen und Unsicherheiten: Gefäß-/Konzentrationsspezifischer Endpunkt, keine Gesamtorganismus-PK.
Originalquellen dieses Befunds: The effects of Delta9-tetrahydrocannabinol in rat mesenteric vasculature, and its interactions with the endocannabinoid anandamide. [CA_P_15821751]
Quellenverzeichnis mit Zugangsstatus
[CA_L_D0207] VERAPAMIL HYDROCHLORIDE (VERAPAMIL HYDROCHLORIDE) INJECTION [MICRO LABS LIMITED]
Originalquelle / Literaturangabe
Autorinnen und Autoren: Micro Labs Limited
Jahr: 2026
Quellenart: Offizielles Human-SPL / DailyMed
Quellenzugang – 23.10.2026: Quellenziel bei der Prüfung erreichbar.
Bibliografische Zuordnung bzw. Quellenidentität abgeglichen.
[CA_L_D0207_ORAL] Vera-Til SR 120mg Tablets – Summary of Product Characteristics
Originalquelle / Literaturangabe
Autorinnen und Autoren: Tillomed Laboratories Ltd
Jahr: 2024
Quellenart: Zugelassene SmPC
Quellenzugang – 23.10.2026: Quellenziel bei der Prüfung erreichbar.
Bibliografische Zuordnung bzw. Quellenidentität abgeglichen.
[ME05] Characterization of P-glycoprotein inhibition by major cannabinoids from marijuana
Originalquelle / Literaturangabe
Autorinnen und Autoren: Zhu HJ; Wang JS; Markowitz JS; Donovan JL; Gibson BB; Gefroh HA; DeVane CL
Jahr: 2006
Quellenart: Originalstudie: Transporter-/Zellassays
DOI: 10.1124/jpet.105.098541
PMID: 16439618
Quellenzugang – 23.10.2026: Direktabruf nicht vollständig verifizierbar; Verfügbarkeit bleibt offen.
Bibliografische Zuordnung bzw. Quellenidentität abgeglichen.
DOI – Verlagszugang (ggf. zugriffsbeschränkt)
[CA_P_15821751] The effects of Delta9-tetrahydrocannabinol in rat mesenteric vasculature, and its interactions with the endocannabinoid anandamide.
Originalquelle / Literaturangabe
Autorinnen und Autoren: O'Sullivan SE, Kendall DA, Randall MD.
Jahr: 2005
Quellenart: Primär-/Sekundärpublikation; Design und Verwendung im Einzelreview
DOI: 10.1038/sj.bjp.0706218
PMID: 15821751
Quellenzugang – 23.10.2026: Direktabruf nicht vollständig verifizierbar; Verfügbarkeit bleibt offen.
Bibliografische Zuordnung bzw. Quellenidentität abgeglichen.
DOI – Verlagszugang (ggf. zugriffsbeschränkt)
PubMed Central – Volltextzugang laut Literaturdatenbank – Archivzuordnung durch Europe-PMC-Metadaten bestätigt. Direkter Abruf hier nicht vollständig verifiziert; Zugriff kann eine Browserprüfung erfordern.
Europe PMC – Volltextzugang laut Literaturdatenbank – Als frei verfügbarer HTML-Volltext in den offiziellen Europe-PMC-Metadaten ausgewiesen. Direkter Abruf hier nicht vollständig verifiziert.
Recherchestand: 23. Oktober 2026. Nicht sämtliche Originalvolltexte konnten vollständig geprüft werden. Quellenzugang und wissenschaftlicher Belegstand sind getrennt zu beurteilen. Ein erreichbarer Link ist keine medizinische Freigabe; ein Literaturdatensatz mit Abstract ersetzt keinen Originalvolltext.
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