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Mirtazapin

Für die informierte Rücksprache mit Arztpraxis oder Apotheke. Diese Informationssammlung ist kein klinisch validierter Wechselwirkungscheck. Fehlende Daten bedeuten keine Entwarnung. Ändern oder beenden Sie verschriebene Medikamente nicht aufgrund dieser Angaben. Die Ergebnisse gelten für die jeweils untersuchten Bedingungen; Labor- und Tierstudien lassen sich nicht unmittelbar auf Menschen übertragen.

Wirkstoff: Mirtazapin

Handelsnamen-Beispiele: Remergil [DE]

ATC-Code: N06AX11

Hauptanwendung (Orientierung): Depression

Dokumentierte Recherche-Zusammenfassung

CBD beeinflusste den Mirtazapin-Metabolismus 2021 in vitro nur gering; das ist keine klinische Entwarnung. Ein CBD-Zusatzfall bei einem 20-Jährigen berichtete Verbesserungen ohne kontrollierte Kausalitätsprüfung. Zwei retrospektive Fälle unter THC-reichen Cannabisblüten und Mirtazapin beschreiben Pankreatitis/Hyperhidrose beziehungsweise Arthralgie bei weiterer Komedikation; der behauptete CYP-Mechanismus wurde nicht durch Spiegelmessung bewiesen. Die kleine Human-Laborstudie zu Cannabisentzug zeigte bessere Schlaf-/Appetitparameter unter Mirtazapin, aber keinen geringeren Rückfall; keine Paar-PK-Studie.

Unsicherheiten und Grenzen

Unkontrollierte Fallberichte und selektierte Meldedaten liefern keine Inzidenz oder gesicherte PK-Kausalität.

Cannabisblüten mit THC 18–22%/CBD≤1% nicht mit isoliertem THC oder CBD gleichsetzen.

Keine allgemeine Unbedenklichkeit aus begrenztem In-vitro-Nullbefund ableiten.

Separat erfasste Befunde

4 separat erfasste Befunde. Jede Angabe gilt für ihren dokumentierten Studienkontext.

CBD – Labor- und Tierstudien

Befundkennung: B0414

Ergebnisart: Begrenzter In-vitro-Null-/Minimaleffekt

Beobachtung: Im rekombinanten Enzymversuch keine CYP2D6-Hemmung des Mirtazapinmetabolismus; schwache CYP3A4-Hemmung mit Ki >10 µM. Kein klinischer Mirtazapin-Sicherheitsnachweis.

Mechanismus: Untersuchung der CBD-bedingten Stoffwechselhemmung

Studienart: In-vitro-Metabolismusuntersuchung

Untersuchter Kontext: Originalarbeit enthält zusätzlich einen Humanarm zu Citalopram/Escitalopram, nicht zu diesem Wirkstoff.

Klinische Einordnung: Im angegebenen Studienkontext einordnen; keine eigenständige Dosis- oder Therapieempfehlung.

Grenzen und Unsicherheiten: Autoren-Volltextfassung (Tabellen-/Textdarstellung im HTML) geprüft. Humanarm dieser Arbeit betrifft ausschließlich die gemischte Citalopram/Escitalopram-Serie. Keine klinische Sicherheits- oder Wirkungsaussage für diesen Wirkstoff; zeitabhängige Hemmung und andere Mechanismen nicht vollständig untersucht.

Originalquellen dieses Befunds: Citalopram and Cannabidiol: In Vitro and In Vivo Evidence of Pharmacokinetic Interactions Relevant to the Treatment of Anxiety Disorders in Young People [CL10]

CBD – klinische Hinweise

Befundkennung: B0415

Ergebnisart: Unkontrollierter Koexpositionskontext

Beobachtung: Unter CBD-Zusatz zu bestehender Behandlung wurden Verbesserungen der Symptomatik berichtet.

Mechanismus: CBD als Zusatzbehandlung; kein nachgewiesener PK-Mechanismus

Studienart: Einzelner unkontrollierter Behandlungsfall

Untersuchter Kontext: 20-jähriger Mann, Depression/Angst und abgeschwächte psychotische Symptome; Mirtazapin und Psychotherapie; CBD 200–800 mg/Tag über sechs Monate.

Klinische Einordnung: Im angegebenen Studienkontext einordnen; keine eigenständige Dosis- oder Therapieempfehlung.

Grenzen und Unsicherheiten: Nur Abstract verfügbar; keine kontrollierte Wirksamkeits- oder Sicherheitsprüfung und keine Arzneistoffspiegel. Nicht als Empfehlung zur Zusatztherapie verwenden.

Originalquellen dieses Befunds: Treatment of social anxiety disorder and attenuated psychotic symptoms with cannabidiol. [RMED33028567]

THC-reiche Cannabisblüten; geringe CBD-Anteile – klinische Hinweise

Befundkennung: B0416

Ergebnisart: Konfundierte klinische Warnsignale

Beobachtung: Berichtet wurden Pankreatitis/Hyperhidrose beziehungsweise Arthralgie unter Mirtazapin und Cannabisblüten.

Mechanismus: Von Autoren vermutete PK-/PD-Interaktion; nicht gemessen

Studienart: Zwei Fälle einer retrospektiven Nebenwirkungsanalyse

Untersuchter Kontext: Mirtazapin 45 bzw. 30 mg/Tag; Blüten THC 22%/CBD 1% bzw. THC 18%/CBD ≤1%; weitere Medikamente, darunter Opioide/Gabapentinoide.

Klinische Einordnung: Im angegebenen Studienkontext einordnen; keine eigenständige Dosis- oder Therapieempfehlung.

Grenzen und Unsicherheiten: Selektierte Meldungen ohne Nenner, Kontrollgruppe oder PK. THC-Prozent ist keine konsumierte Tagesdosis. Alternative Ursachen und Komedikationen verhindern gesicherte Paar-Kausalität.

Originalquellen dieses Befunds: Green rush and red warnings: Retrospective chart review of adverse events of interactions between cannabinoids and psychotropic drugs. [CA_P_39502532]

Gerauchtes Cannabis; THC-haltig – klinische Hinweise

Befundkennung: B0417

Ergebnisart: Kontrollierter Behandlungskontext ohne gesicherten DDI-Mechanismus

Beobachtung: Mirtazapin verbesserte den Schlaf während der Abstinenz und steigerte die Nahrungsaufnahme; andere Entzugssymptome und der Rückfall im Labormodell wurden nicht vermindert.

Mechanismus: Pharmakodynamischer Behandlungskontext, keine Paar-PK

Studienart: Kleine placebokontrollierte Human-Laborstudie zu Entzug/Rückfall

Untersuchter Kontext: Mirtazapin-Arm n=11, 30 mg/Tag; regelmäßige Cannabiskonsumenten, kontrollierte Rauch-/Abstinenz-/Rückfallphasen.

Klinische Einordnung: Im angegebenen Studienkontext einordnen; keine eigenständige Dosis- oder Therapieempfehlung.

Grenzen und Unsicherheiten: Abstractbasis. Keine Aussage, dass die Kombination generell sicher oder zur Entzugsbehandlung zugelassen wäre. Baclofen war ein separater Studienarm.

Originalquellen dieses Befunds: Effects of baclofen and mirtazapine on a laboratory model of marijuana withdrawal and relapse. [CA_P_20521030]

Quellenverzeichnis mit Zugangsstatus

[RLABEL_D0109] MIRTAZAPINE (MIRTAZAPINE) TABLET, FILM COATED [CAMBER PHARMACEUTICALS, INC.]

Originalquelle / Literaturangabe

Autorinnen und Autoren: Regulatorisch veröffentlichte Produktinformation; jeweiliger Zulassungsinhaber

Jahr: 2026

Quellenart: Fachinformation/SmPC/US Prescribing Information

Quellenzugang – 23.10.2026: Quellenziel bei der Prüfung erreichbar.

Bibliografische Zuordnung bzw. Quellenidentität abgeglichen.

[CA_P_39502532] Green rush and red warnings: Retrospective chart review of adverse events of interactions between cannabinoids and psychotropic drugs.

Originalquelle / Literaturangabe

Autorinnen und Autoren: Chrobak AA, Woroń J, Siwek M.

Jahr: 2024

Quellenart: research-article; Journal Article

DOI: 10.3389/fphar.2024.1500312

PMID: 39502532

Quellenzugang – 23.10.2026: Direktabruf nicht vollständig verifizierbar; Verfügbarkeit bleibt offen.

Bibliografische Zuordnung bzw. Quellenidentität abgeglichen.

DOI – Verlagszugang (ggf. zugriffsbeschränkt)

PubMed Central – Volltextzugang laut Literaturdatenbank – Archivzuordnung durch Europe-PMC-Metadaten bestätigt. Direkter Abruf hier nicht vollständig verifiziert; Zugriff kann eine Browserprüfung erfordern.

Europe PMC – Volltextzugang laut Literaturdatenbank – Als frei verfügbarer HTML-Volltext in den offiziellen Europe-PMC-Metadaten ausgewiesen. Direkter Abruf hier nicht vollständig verifiziert.

[CL10] Citalopram and Cannabidiol: In Vitro and In Vivo Evidence of Pharmacokinetic Interactions Relevant to the Treatment of Anxiety Disorders in Young People

Originalquelle / Literaturangabe

Autorinnen und Autoren: Anderson LL; Doohan PT; Oldfield L; Kevin RC; Arnold JC; Berger M; Amminger GP; McGregor IS

Jahr: 2021

Quellenart: In-vitro-Arbeit plus kleine klinische Begleituntersuchung

DOI: 10.1097/JCP.0000000000001427

PMID: 34121064

Quellenzugang – 23.10.2026: Direktabruf nicht vollständig verifizierbar; Verfügbarkeit bleibt offen.

Bibliografische Zuordnung bzw. Quellenidentität abgeglichen.

DOI – Verlagszugang (ggf. zugriffsbeschränkt)

[RMED33028567] Treatment of social anxiety disorder and attenuated psychotic symptoms with cannabidiol.

Originalquelle / Literaturangabe

Autorinnen und Autoren: Berger M, Li E, Amminger GP.

Jahr: 2020

Quellenart: Originalpublikation; Studientyp siehe Befund

DOI: 10.1136/bcr-2020-235307

PMID: 33028567

Quellenzugang – 23.10.2026: Automatischer Direktabruf zugriffsbeschränkt; kein Nachweis eines defekten Links.

Bibliografische Zuordnung bzw. Quellenidentität abgeglichen.

PubMed – Literaturangabe / Abstract

PubMed Central – Volltextzugang laut Literaturdatenbank – Archivzuordnung durch Europe-PMC-Metadaten bestätigt. Direkter Abruf hier nicht vollständig verifiziert; Zugriff kann eine Browserprüfung erfordern.

Europe PMC – Volltextzugang laut Literaturdatenbank – Als frei verfügbarer HTML-Volltext in den offiziellen Europe-PMC-Metadaten ausgewiesen. Direkter Abruf hier nicht vollständig verifiziert.

[CA_P_20521030] Effects of baclofen and mirtazapine on a laboratory model of marijuana withdrawal and relapse.

Originalquelle / Literaturangabe

Autorinnen und Autoren: Haney M, Hart CL, Vosburg SK, Comer SD, Reed SC, Cooper ZD, Foltin RW.

Jahr: 2010

Quellenart: Primär-/Sekundärpublikation; Design und Verwendung im Einzelreview

DOI: 10.1007/s00213-010-1888-6

PMID: 20521030

Quellenzugang – 23.10.2026: Direktabruf nicht vollständig verifizierbar; Verfügbarkeit bleibt offen.

Bibliografische Zuordnung bzw. Quellenidentität abgeglichen.

DOI – Verlagszugang (ggf. zugriffsbeschränkt)

PubMed Central – Volltextzugang laut Literaturdatenbank – Archivzuordnung durch Europe-PMC-Metadaten bestätigt. Direkter Abruf hier nicht vollständig verifiziert; Zugriff kann eine Browserprüfung erfordern.

Europe PMC – Volltextzugang laut Literaturdatenbank – Als frei verfügbarer HTML-Volltext in den offiziellen Europe-PMC-Metadaten ausgewiesen. Direkter Abruf hier nicht vollständig verifiziert.

Recherchestand: 23. Oktober 2026. Nicht sämtliche Originalvolltexte konnten vollständig geprüft werden. Quellenzugang und wissenschaftlicher Belegstand sind getrennt zu beurteilen. Ein erreichbarer Link ist keine medizinische Freigabe; ein Literaturdatensatz mit Abstract ersetzt keinen Originalvolltext.

Zur Wirkstoffsuche und Evidenzerklärung · Ratgeber: Cannabinoide und Medikamente · Autor und Verantwortung

Mirtazapin und Cannabinoide: dokumentierte Befunde, Evidenz, Quellen und Datenlücken. Recherche zur Information für die Rücksprache mit Arztpraxis oder Apotheke.

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